Sep 18, 2026
Morgen geht's los: Das Oktoberfest 2026 öffnet seine Tore. Vom 19. September bis zum 4. Oktober werden wieder über sechs Millionen Besucher:innen auf der Theresienwiese erwartet. Und während die Maß in Strömen fließt, gilt für Cannabis eine klare Ansage: Finger weg – zumindest auf dem Festgelände.
Seit dem Bayerischen Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz von 2024 ist der Konsum von Cannabis auf bestimmten öffentlichen Flächen in Bayern untersagt – und das Oktoberfest gehört ganz klar dazu. Wer erwischt wird, zahlt beim ersten Verstoß 1.500 Euro Bußgeld. Bei Wiederholung können es sogar über 5.000 Euro werden.
Das Verbot gilt nicht nur für Joints: Auch das Verdampfen von Cannabis und das Rauchen einer Wasserpfeife mit Cannabis fallen darunter.
Die gute Nachricht: Der Besitz bleibt legal. Als Erwachsener darfst du weiterhin bis zu 25 Gramm Cannabis bei dir tragen – auch auf dem Weg zur Wiesn oder in der U-Bahn dorthin. Nur konsumieren darfst du es eben nicht auf dem Festgelände selbst.
Das heißt konkret: Wenn du als Cantura-Mitglied dein Cannabis dabei hast, bist du nicht automatisch in Schwierigkeiten. Solange es bei dir bleibt und du auf der Theresienwiese nicht konsumierst, bewegst du dich im legalen Rahmen.
Während der Bund beim Thema Genehmigungen deutlich vorankommt, zeigt sich: 474 Cannabis-Anbauvereinigungen sind mittlerweile bundesweit genehmigt – ein Anstieg von 62 Prozent seit dem Sommer 2025. Von insgesamt 908 gestellten Anträgen warten noch rund 200 auf eine Entscheidung.
Bayern tut sich dabei traditionell schwer: Hier gibt es inzwischen mehr zurückgezogene Anträge als tatsächlich genehmigte Clubs. Genehmigt ist bislang unter anderem ein Verein im Landkreis Bad Kissingen – die Verfahren ziehen sich in Bayern erfahrungsgemäß deutlich länger als anderswo.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat mehrfach klargemacht, wohin die Reise aus ihrer Sicht gehen soll: "Mit Blick auf die gesundheitlichen Gefahren sollte die Cannabis-Legalisierung zu Genusszwecken komplett zurückgenommen werden." Als Gegenmaßnahme setzt der Freistaat verstärkt auf Präventionsangebote.
Für uns als Aufklärungsverein in München bedeutet das: Wir bewegen uns in einem Bundesland, das die Spielräume des Bundesgesetzes so eng wie möglich auslegt. Umso wichtiger, dass du als Mitglied genau weißt, wo die Grenzen liegen.
Genieß die Wiesn – und falls dir unterwegs Regeln unklar sind, weißt du: Wir bleiben für dich am Thema dran und ordnen ein, was wirklich zählt. 💚🌱
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Aufklärung und ersetzt keine Rechtsberatung. Die genannten Regelungen und Bußgelder entsprechen dem Stand September 2026.
Quellen:
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